Presse

Weilburger Tageblatt vom 7. März 2004
Weilburger Gymnasium bot eine wunderbare Aufführung der "Zauberflöte"

Sieg über die "Königin der Nacht"

Weilburg. (mb). Eine wunderbare Aufführung haben wieder einmal Michael Glotzbach und Martin Weinbrenner auf die Beine gestellt: An zwei Abenden präsentierten der Mittelstufenchor des Gymnasium Philippinum Weilburg, das Weilburger Kammerorchester und viele Solisten in der Weilburger Stadthalle "Alte Reitschule" Mozarts 1791 komponierte Oper "Die Zauberflöte". Die Organisation der Veranstaltung oblag dem Konzertverein des Gymnasiums.

"Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht", singt Sarastro (treffend verkörpert von Iuri Alles) am Schluss der Zauberflöte, einer Oper, die einzigartig dasteht in der Musikgeschichte. So wie mit Sarastro die Welt des Guten, Edlen, Schönen über die dunkle Königin der Nacht siegt, so vertreibt auch Mozarts Musik alle Dunkelheit.
Die Königin der Nacht - hervorragend gesungen von Marion Zwengel - überreicht Tamino ein Bild ihrer Tochter Pamina und behauptet, Sarastro hätte sie entführt. Tamino - den Taha Moghaddas überzeugend verkörpert - soll sie befreien und Sarastro stürzen. Zum Dank bekommt er Pamina (beeindruckend von Theresa Reichard dargestellt) zur Frau.

Unsterblich verliebt

Sobald Tamino das Bild Paminas in der Hand hält, verliebt er sich unsterblich in sie. Dem Prinzen überreicht die Königin außerdem eine Flöte. "Die Flöte ist von großer Macht. Mit ihr wirst du Pamina seh`n und heim sie führen, obwohl bewacht."
Papageno - als Vogelmensch einfach sagenhaft und als einer der Höhepunkte der Aufführung von Phillipp Myk verkörpert - soll dem Prinzen helfen, Pamina zu befreien. Dazu erhält er ein Glockenspiel. In Sarastros Schloss wird Pamina von Monostatos (in dessen Rolle Eileen Genzlinger überzeugte) bewacht. Der schmiedet finstere Pläne. Mit Hilfe Paminas will er Herrscher über Sarastros Reich werden. Doch Pamina weigert sich.
Bevor Tamino und Pamina zusammenkommen können, muss sich Tamino den schweren Prüfungen Sarastros und der Priester unterziehen. Seine erste Prüfung: Schweigen. Er darf Pamina zwar sehen, jedoch nicht mit ihr sprechen. Pamina ist traurig, denn sie denkt, Tamino liebt sie nicht mehr.
Während Tamino die erste Prüfung bestanden hat, kann Papageno seinen Mund nicht halten. Doch er hat ja das Glockenspiel. Mit ihm will er sich ein Glas Wein und ein Weibchen herbeiwünschen. Aber an Stelle eines hübschen Weibchens erscheint nur eine alte Frau. Um aus der Unterwelt wieder herauszukommen, schwört er ihr ewige Treue. Als er die Alte fragt, wie sie heißt, verwandelt sie sich in Papagena (Anna Novak). Papageno ist überglücklich. Endlich hat er sein Weibchen gefunden.
Wie in jedem Märchen hat auch in der vollbesetzten Weilburger Stadthalle das Gute gesiegt. "Die Strahlen der Sonne haben das Böse besiegt," das sind Sarastros bedeutungsvolle Schlussworte.

Erfolgsgeschichte

Im mit einfachen Mitteln beeindruckend gestalteten Bühnenbild von Dorothea Sterlepper setzten die Darsteller mit dieser Aufführung wieder einen Meilenstein in der Erfolgsgeschichte unter Michael Glotzbach und Martin Weinbrenner. Informationen über die weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr sind auch unter www.konzertverein-philippinum.de zu finden.