Presse

Weilburger Tageblatt vom 15.09.2007, S. 16

Philippinum Orchester spielt am Samstag in der Schlosskirche
Die Arbeit hat sich gelohnt

Weilburg. (mb). Die Musikschule Weilburg besteht seit 25 Jahren. Neben wöchentlich 416 Stunden Unterricht für 1053 Musikschülerinnen und -schüler ist sie auch in verschiedenen Kooperationen mit Schulen, der Lebenshilfe, dem Verein Integration und der Volkshochschule aktiv. Einige der Kooperationen haben wir an dieser Stelle vorgestellt, mit dem Orchester des Gymnasium Philippinum Weilburg endet die Reihe.

Zu erleben ist das Philippinum-Orchester mit einem Konzert am Samstag, 22. September um 17 Uhr in der Weilburger Schlosskirche (das Programm der Jubiläumsfeier findet sich im nebenstehendem Artikel).

Nach ersten Anfängen unter der Leitung der Musiklehrerin des Gymnasiums, Ranghild Schreiber, ist die Orchesterarbeit als Kooperation mit der Weilburger Musikschule weiter gewachsen: Seit 2004 hat sich das Orchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner und Friederike Kremers zu einem sinfonischen Klangkörper mit beachtlichen Leistungen entwickelt.

Während die Streicher mit Friederike Kremers in wöchentlichen Proben an der Intonation und Tonreinheit feilen, betreut Martin Weinbrenner die Bläser und die Gesamtproben. Stücke aus dem großen sinfonischen Repertoire werden von Martin Weinbrenner für alle Mitspieler in geeignete Stimmen gesetzt.

Auf diese Weise hat das Orchester bereits Erfahrungen mit beispielsweise Beethoven, Dvorak und Rossini gesammelt und gastierte mit der Rossini-Ouvertüre "Der Barbier von Sevilla" erfolgreich im Rahmen des Mittelhessischen Kultursommers beim Kulturfest der Behindertenwerkstatt "Florentine". Regelmäßig musiziert das Orchester im Weihnachtskonzert in der Weilburger Schlosskirche sowie zum Schulabschluss im Komödienbau. Besonders hervorzuheben ist, dass neben den erworbenen Fähigkeiten des Zusammenspiels im Tutti des Orchesters auch solistische Leistungen einzelner junger Musikerinnen und Musiker hervorragen, so etwa bei den Oboen, Trompeten und anderen Instrumenten.

Nicht alle Orchestermitglieder erhalten den Unterricht durch die Weilburger Musikschule. Nach langer Aufbauarbeit spielt das Orchester auf hohem NiveauViele von ihnen verfügen bereits über mehrjährige Erfahrungen bei der Teilnahme am Wettbewerb "Jugend musiziert" oder im Hessischen Landesjugendorchester.

Martin Weinbrenner, studierter Schulmusiker, Musiklehrer am Gymnasium und Orchesterleiter, ist vielen auch durch seine Mitwirkung im Vokalensemble "Musica Lingua" bekannt. Die studierte Geigerin und Bratschistin Friederike Kremers ist Fachbereichsleiterin der Musikschule für die Streichinstrumente. Sie spielt in verschiedenen Ensembles für alte Musik mit, so etwa im "Cantus Coeln".

Die lange Aufbauarbeit hat im Philippinum-Orchester zu einem gemeinsamen Können auf hohem Niveau geführt. So wurde auch im Instrumentalbereich der Anschluss an die seit Jahren erfolgreiche Chorarbeit am Gymnasium Philippinum geschafft.

Der Beitrag der Musikschule besteht einerseits in der langjährigen und geduldigen Aufbauarbeit in der Streicherausbildung und andererseits auch in dem Angebot der Ausbildungsmöglichkeiten an exotischen Instrumenten, die selten, aber im Orchester unverzichtbar sind - wie etwa das Fagott und das Euphorium (Tenorhorn).


Martin Weinbrenner dirigiert das Philippinum Orchester. Zusammen mit Frederike Kremers leitet er das Ensemble. (Foto: Bach)